Hybrid - Technik in Aktion!

Das patentierte SCHROTH Gurt Design verbessert die Sicherheit der Fahrer. Der von Sahara Force India, Caterham F1 und einigen NASCAR Fahrern genutzte Hybrid Gurt von SCHROTH bietet eine leichtere, komfortablere und sicherere Lösung für Motorsport Teilnehmer.

Bei typischen Formelgurten verlaufen die Schrittgurte unter dem Körper und den Beinen, um dann über die Beckengurtführungen zu den Schultergurtzungen umgelenkt und mit diesen am Verschluss fixiert zu werden (siehe Skizze). Dieser extreme Verlauf begünstigt im Crashfall die Aufwärtsbewegung der Beckengurte und eine hohe Oberkörpervorverlagerung. Diese unerwünschten Bewegungen werden dadurch reduziert, dass der Fahrer direkt auf den Schrittgurten oder einer dünnen Sitzschale sitzt. Die Schrittgurte verlaufen von vorne nach hinten in die Nähe der Beckengurtverankerungspunkte.

Da die Schrittgurte extrem eng getragen werden müssen, wird sehr häufig die Blutzirkulation in den Beinen eingeschränkt. Der indirekte Schrittgurtverlauf verhindert, dass der Verschluss und die Beckengurte bei einem Heckaufprall in ihrer korrekten Position bleiben. Besonders in der typischen Formelsitzposition kann der Fahrer nicht sicher im Sitz gehalten werden – er kann im Sitz nach oben rutschen und dadurch mit seinem Helm über den Überrollschutz hinausragen. Bessere Rückhaltung bieten die so genannten T-Bar Gurte. Die Schrittgurte können hier nach unten und leicht rückwärts geführt befestigt werden. Das hält den Verschluss in seiner Position und erlaubt einen direkten Kraftfluss von den Schultergurten durch den Verschluss in die Schrittgurte. Während eines Heckaufpralls hält der Schrittgurt den Verschluss und damit den Beckengurt in seiner Position und den Fahrer somit deutlich besser im Sitz. Nachteil der Gurte: Der T-Bar muss eine Mindestgröße haben, um die Schrittgurte ausreichend zu separieren, sticht dann aber inakzeptabel in die Oberschenkel. Um den Komfort zu erhöhen, werden bei diesen Gurten die Verschlüsse oft nicht tief genug getragen für eine optimale Beckengurtführung. Die Lösung des Problems: Der revolutionäre SCHROTH Hybrid Gurt.

Die Schrittgurte werden nicht mehr zu den Schultergurten umgelenkt oder an einem T-Bar befestigt, sondern direkt mit den dafür entwickelten Beckengurtzungen gehalten (siehe Skizze). Dank des patentierten SCHROTH RFR-Drehverschlusses kann der Kraftdurchfluss von den Schultergurten durch den Verschluss in die Beckengurtzungen und von dort in die Schrittgurte erfolgen. Bei einem Heckaufprall verhält sich das genau umgekehrt. Dieser direkte Kraftdurchfluss entscheidet über eine gute Rückhaltefunktion, die Verschluss, Beckengurte und somit den Oberkörper in Position hält. Der Verlauf der Schrittgurte ist weit genug auseinander, so dass kein Druck auf den Schrittbereich oder die Oberschenkel ausgeübt wird. Die direkte Befestigung am Verschlusssystem ermöglicht es, einen nach unten und leicht rückwärts liegenden Befestigungspunkt zu nutzen, ohne einen extrem weit nach hinten führenden Punkt zu erfordern. Der Hybrid Gurt erlaubt es außerdem einen zusätzlichen Schrittgurt als 7. Punkt zu montieren.

Dieses führt zu einer weiteren Reduzierung der Vorverlagerung während eines Unfalls. Noch ein Vorteil des Hybrid Gurtes ist die Gewichtsersparnis gegenüber einem T-Bar oder Formelgurt durch weniger Hardware und Gurtband. Aufgrund der Befestigungsart des Schrittgurtes (Schlaufen, keine Zungen) eignet sich der Hybrid Gurt nicht für Endurance Events, wo schnelle Fahrerwechsel nötig sind. Hybrid Gurte sind die ideale Lösung für Touren- und Sportwagen, Rallyefahrzeuge, Formel Chassis und Prototypen.

Pro-Tipp: Das Menü kann auch durch Drücken der Taste m geöffnet bzw. geschlossen werden.